Schildkröten im Fokus Kleintierverlag Thorsten Geier
 
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Wissenschaft im Fokus

Veröffentlicht: 12.06.2016 Share it on Facebook


Buhlmann, K. A.; S. L. Koch, B. O. Butler, T. D. Tuberville, V. J. Palermo, B. A. Bastarache & Z. A. Cava (2015): REINTRODUCTION AND HEAD-STARTING: TOOLS FOR BLANDING'S TURTLE (EMYDOIDEA BLANDINGII) CONSERVATION. – HERPETOLOGICAL CONSERVATION AND BIOLOGY; 10: 436–454.

Wiederansiedlung und Head-Start-Maßnahmen: Werkzeuge zur Erhaltung von Blanding’s-Schildkröte Emyoidea blandingii.


Wir initiierten ein Wiederansiedlungsprogramm für Blanding’s Schildkröten Emyoideaa blandingii in dem Assabet-Fluss Nationalwildtierschutzgebiet in Massachusetts, USA, wobei wir die relativen Vorteile und Risiken untersuchten, die mit der Verwendung bestimmter Altersgruppen von Blanding's-Schildkröten aus den Donorpopulationen innerhalb des gleichen Flusssystems verbunden sind. Die innerhalb des gleichen Flusssytems gesammelten Schildkröten, die zur Wiederansiedlung benutzt wurden, bestanden aus Schlüpflingen die sofort nach dem Schlupf umgesiedelt wurden (sie wurden noch im Herbst ausgewildert; direkte Umsiedlung) sowie aus solchen aus einem Head-start-Programm, indem die Schlüpflinge für 9 Monate in Gefangenschaft herangezogen wurden (aus Gefangenschaftshaltung) und aus juvenilen und adulten Schildkröten. Wir entwickelten dazu ein einfaches Populationsmodell um zu analysieren, welche dieser verschiedenen Wiederansiedlungsstrategien am ehesten den Aufbau einer stabilen Population innerhalb des Wiederansiedlungsareals gewährleistet und mit nur möglichst minimalen negativen Auswirkungen im Wiederansiedlungsareal einhergehen. Die Modellvorhersagen ließen vermuten, dass die jährliche Auswilderung von Schildkröten aus dem Head-Start-Programm uns am wahrscheinlichsten zum Ziel führt. Wir wilderten 81 Schlüpflinge direkt und 161 Schlüpflinge aus dem Head-Start-Programm von 2007–2011 aus. Die Schildkröten aus dem Head-Start-Programm waren durchschnittlich größer (Mittel = 62,7 mm Carapaxlänge, 46,6 g) im Vergleich zu den direkt umgesiedelten Schlüpflingen (Mittel = 36,3 mm CL, 8,8 g). Die simultane Radiotransmitterüberwachung von 12 umgesiedelten subadulten Schildkröten hatten uns wichtige Informationen über die Habitatpräferenzen geliefert, die wir dazu benutzten, um zwei bevorzugte Auswilderungsstellen innerhalb des Areals für die Folgejahre festzulegen. Wir setzten sechs Schlüpflinge aus dem Head-Start-Programm aus, die mit Radiotransmittern ausgestattet waren (1 in 2009 und 5 in 2010): Einer wurde ein Jahr nach der Auswilderung tot aufgefunden. Wir planen die Überwachung fortzusetzen, um die Überlebensrate zu ermitteln, Daten zum Wachstum und Daten zur Standorttreue für alle ausgewilderten Blandingi’s-Schildkröten zu sammeln und um die Ergebnisse für die verschiedenen Kohorten miteinander zu vergleichen. Zukünftig wollen wir damit unser Modell und den Wiederansiedlungserfolg verbessern und auf dem neuesten Stand halten.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Siehe dazu auch Kommentar zu: Landler et al. (2015).

Literatur

Landler, L., M. S. Painter, P. W. Youmans, W. A. Hopkins & J. B. Phillips (2015): Spontaneous magnetic alignment by yearling snapping turtles: rapid association of radio frequency dependent pattern of magnetic input with novel surroundings. – PLoS One 10 (5): e0124728 oder WiF-Archiv.



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© Michael Daubner 2017Schildkröten im Focus