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Wissenschaft im Fokus

Veröffentlicht: 27.10.2013 Share it on Facebook


Nussear, K. E., C. R. Tracy, P. A. Medica, D. S. Wilson, R. W. Marlow & P. S. Corn (2012): Translocation as a conservation tool for Agassiz's desert tortoises: Survivorship, reproduction, and movements. – Journal Of Wildlife Management 76: 1341–1353.

Umsiedlung als Erhaltungsmaßnahme für Kalifornische Gopherschildkröten: Überlebensrate, Reproduktion und Wanderungen.


Wir verbrachten 120 Kalifornische Gopherschildkröten zu fünf verschiedenen Lokalitäten in Nevada und Utah, um die Auswirkungen in Bezug auf deren Überlebensrate, ihre Reproduktion und ihre Habitatnutzung zu untersuchen. Die Umsiedlungshabitate lagen auf unterschiedlichen Höhenlagen und einige enthielten auch eine Vegetationszusammensetzung, die eigentlich für Habitate der Kalifornischen Gopherschildkröten untypisch war, um zu beobachten, ob die Tiere selbstständig in höhere Lagen abwanderten. Wir erfassten die Überlebensrate, die Reproduktion und das Wanderverhalten der umgesiedelten Exemplare im Vergleich zu ortsansässigen Schildkröten in allen Lokalitäten. Die Überlebensrate von umgesiedelten und ortsansässigen Schildkröten unterschied sich nicht signifikant innerhalb und zwischen den Lokalitäten, und die Gesamtüberlebensraten für alle Schildkröten waren am höchsten in den Jahren, in denen es zu keiner ausgeprägten Dürre kam. Die Anzahl der abgelegten Eier bei umgesiedelten Weibchen und ortsansässigen Weibchen war gleich, aber unterschied sich zwischen den Lokalitäten. Schildkröten, die in untypische Habitate umgesiedelt worden waren, wanderten gewöhnlich so lange, bis sie geeignete Habitate mit geeigneten Pflanzengemeinschaften gefunden hatten. Aber auch solche, die in typische Habitate umgesiedelt worden waren, wanderten während des ersten Jahres größere Strecken als die einheimischen Tiere. Im zweiten und dritten Jahr kam es allerdings zu keinen Unterschieden im Wanderverhalten. Unsere Daten zeigen, dass sich in typische Mojave-Wüstenstrauchhabitate umgesiedelte Schildkröten gut eingewöhnen, allerdings müssen die ausgedehnten Wanderungen im ersten Umsiedlungsjahr unbedingt beim Habitatmanagement berücksichtigt werden. Projekte ,die Umsiedlungsmaßnahmen beinhalten, müssen berechnen, wie viel Fläche sie für die Tiere brauchen und ob eventuell Straßen abgezäunt werden müssen, um damit die Verluste an Schildkröten zu minimieren.

Kommentar von H.-J. Bidmon

Siehe auch Kommentare zu Ashton et al. (2007), Kimberleigh et al. (2007), Attum et al. (2011) und Hofmeyr et al (2012).

Literatur

Ashton, K. G., R. L. Burke & J. N. Layne (2007): Geographic variation in body and clutch size of gopher tortoises. – Copeia 2007 (2): 355–363 oder WiF-Archiv.

Attum, O., M. Otoum, Z. Amr & B. Tietjen (2011): Movement patterns and habitat use of soft-released translocated spur-thighed tortoises, Testudo graeca. – European Journal of Wildlife Research 57: 251–258 oder WiF-Archiv.

Hofmeyr, M., U. van Bloemestein, B. Henen & C. Weatherby (2012): Sexual and environmental variation in the space requirements of the Critically Endangered geometric tortoise, Psammobates geometricus. – Amphibia-Reptilia 33: 185–197 oder WiF-Archiv.

Kimberleigh J. F., C. R. Tracy, P. A. Medica, R. W. Marlow & P. S. Corn (2007): Return to the wild: Translocation as a tool in conservation of the Desert Tortoise (Gopherus agassizii). – Biological Conservation 136: 232–245 oder SiF 4(3) 2007..



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© Michael Daubner 2017Schildkröten im Focus